Shit happens – das gilt im Leben wie beim Kuchenbacken. Da
dachten wir uns am Donnerstag „Oh super, #ichbacksmir läuft noch, schnell ein
fixer Rührkuchen und wir sind noch dabei ...“
und rührten in unseren Grund-Rührteig getreu dem beim Kochen gut
funktionierenden Motto „Pi Mal Daumen“ noch Mohn, Vanille und Aprikosen.
Manchmal klappt das auch beim Backen – manchmal aber auch nicht, so wie in
diesem Fall. Ob es an den saftigen Aprikosen lag, unser Backofen keine Lust auf
eine Nachtschicht hatte oder der Mohn ein schlechtes Karma – wir wissen es
nicht. Fest steht, der Kuchen schmeckte zwar super, wollte und wollte aber
nicht durchbacken.
Als passionierter Kuchenliebhaber hat man natürlich auch mit
verunglückten Zeitgenossen Mitleid. Und als wir gerade dabei waren, den
fertigen Teil des Kuchens herauszukrümeln und einfach so zu essen, kamen wir so
langsam auf die Idee, dass das Ganze sooooo gut schmeckte, dass man daraus
eigentlich noch was machen müsste.
Die Assoziation war da nicht sonderlich schwierig und
reichte genau von Kuchen bis ... Crumble. Also fix den halbfertigen Kuchen aufs
Bachblech gepackt, ordentlich herumgebröselt und ab in den Ofen damit, bis
daraus knusprige goldbraune Streusel geworden waren.
Die waren dann natürlich noch auf der Suche nach würdigen
Begleitern – und fanden sie in Form einer fixen Mascarpone-Creme mit Mohn und
frischen Aprikosen.
Wenn ihr das Rezept so wie wir machen wollt, könnt ihr den
Teig natürlich auch gleich auf ein Backblech streichen und anschließend
zerbröseln.
Aber vielleicht habt ihr ja auch gerade selbst einen verunglückten
Rührkuchen zur Hand. Dann einfach die Bestandteile des Kuchens (bei uns waren
das ja Mohn und Aprikose) in der Creme aufgreifen und passendes frisches Obst
aussuchen und schon ist das Kuchen-Missgeschick auf köstlichste Art und Weise
recycelt.
Mascarpone-Creme mit
Mohn, Aprikosen und Rührkuchen-Crumble
für vier Personen
Erst einmal das Grundrezept für den Rührkuchen:
250g Butter
250g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
6 Eier
500g Mehl
1 Pck. Backpulver
125ml Milch
2 Vanilleschoten
Mohn und Aprikosen nach Geschmack
1. Die Butter cremig schlagen und nach und nach Zucker, Vanillezucker und Eigelb unterrühren. Mehl und Backpulver abwechselnd mit der Milch dazugeben.
2. Eiweiß steif schlagen und unter den Teig heben.
3. Aprikosen kleinschneiden, Vanilleschoten auskratzen und gemeinsam mit dem Mohn unterrühren.
4. Bei 175 Grad 50-60 Minuten backen.
Außer den Kuchenbröseln braucht ihr dann noch Folgendes:
500g Mascarpone
200g Sahne
etwas Aprikosensaft
etwas Zucker
etwa 10 frische, reife
Aprikosen
Mohn nach Geschmack
1. Mascarpone mit
etwa 100g flüssiger Sahne und etwas Aprikosensaft glatt rühren.
2. Die restliche
Sahne steif schlagen und unter die Creme heben, ebenso je nach Geschmack mehr
oder weniger Mohn unterheben.
3. Aprikosen in
kleine Würfel schneiden und abwechselnd mit der Mascarpone-Creme und dem
Rührkuchen-Crumble in Gläser schichten.
Ihr seht: Auch ein verunglückter Kuchen hat Gefühle und
belohnt euch mit einem easy-peasy und superleckeren Nachtisch, wenn ihr ihm
eine zweite Chance gebt. Wir machen uns in der Zwischenzeit mal an eine
Verfeinerung des eigentlichen Kuchen-Rezepts (denn die Kombi ist eigentlich
soooo was von mmmmmhhh ...) und halten euch auf dem Laufenden, sobald die
Versuchs-Konditorei Erfolge vermelden kann!
Habt einen wunderbaren Sonntagabend!
Jörn und Julia
Jörn und Julia
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